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Aufruf

In Bochum-Wattenscheid findet jährlich beim Rosenmontagszug das traditionelle "Gänsereiten" statt. Dabei wird eine zuvor ermordete Gans an den Füßen zwischen zwei Bäumen aufgehängt, und mehrere Reiter versuchen, ihr im Galopp den Kopf abzureißen. Wem es gelingt, darf sich für ein Jahr "Gänsereiterkönig" nennen. Bis dahin muss der Gans der Hals immer wieder angeschnitten werden. Während in anderen Städten mittlerweile Attrappen verwendet werden, hält Bochum-Wattenscheid an der toten Gans fest. Das ursprünglich aus dem 16. Jahrhundert stammende Brauchtum wurde damals von spanischen Kriegsleuten übernommen und diente in erster Linie dem Training der Reiter. Es sollte diesen jegliche Skrupel nehmen. Damals riss man noch einer lebenden Gans den Kopf ab, was durch das Tierschutzgesetz verboten wurde. Heute rechtfertigen die Gänsereiter den Erhalt ihrer Tradition damit, dass die Gans bereits zuvor getötet und anschließend gegessen wird. Seit der Eingemeindung Wattenscheids in Bochum hat das Gänsereiten als lokalpatriotisches Ereignis zusätzlich an Gewicht gewonnen. Sowohl das Reiten als auch das Abreißen des Kopfes, also das Ausbeuten und Ermorden von Lebewesen, werden als Karnevalsbrauchtum und spannendes Spektakel dargestellt.

Aber nicht nur das "Gänsereiten", sondern auch Demonstrationen dagegen sind inzwischen Tradition geworden. Wie bereits im letzten Jahr wird es eine Gegendemonstration von die tierbefreier Bochum geben. Kommt nach Wattenscheid, beteiligt euch an der Demonstration gegen das "Gänsereiten" und zeigt, dass Tierausbeutung niemals ein Spaß ist!

Gegen das Gänsereiten und gegen jede Form von Tierausbeutung!

die tierbefreier Bochum

Rosenmontag, 3. März 2014
Start 12:45 Uhr
am Bahnhof Bochum Wattenscheid

 

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